Zum ersten Mal tauchen: der Guide für Einsteiger

Inhaltsverzeichnis

Wenn du darüber nachdenkst, zum ersten Mal zu tauchen, passt dieser Guide gut zu unserer Auswahl an Tauchgängen auf Teneriffa und zu den Plänen im Süden der Insel, einer der bequemsten Gegenden für den Einstieg.

Zum ersten Mal tauchen wirft normalerweise viele Fragen auf: Wie läuft das ab, wie fühlt es sich an und wie viel Erfahrung braucht man dafür? Die Kanaren sind ein guter Ort für den Anfang, weil die Bedingungen meist ruhig sind, das Wasser das ganze Jahr über angenehm temperiert ist und die Tauchbasen viel Erfahrung mit Einsteigern haben.

Der Schnuppertauchgang ist der einfachste Einstieg

Wenn dich Tauchen reizt, du es aber noch nie probiert hast, ist ein Schnuppertauchgang der richtige Start. Er ist genau für Anfänger gedacht: Du tauchst in kleiner Gruppe und mit einem Tauchlehrer direkt an deiner Seite, ohne dich gleich für einen kompletten Kurs entscheiden zu müssen.

Im Süden Teneriffas oder in Playa Blanca auf Lanzarote begleitet dich der Tauchlehrer vom Briefing bis zum Ende des Tauchgangs. Du lernst, wie die Ausrüstung funktioniert, wie du ruhig durch den Atemregler atmest und was dich unter Wasser erwartet. Der ganze Termin dauert meist zwei bis drei Stunden, davon rund 30 Minuten im Wasser.

Wo taucht man auf den Kanaren am besten zum ersten Mal?

  • Teneriffa: Costa Adeje und Las Galletas bieten ruhiges Wasser und gute Sicht, dazu Meeresschildkröten in geringer Tiefe.
  • Fuerteventura: die geschützten Buchten um Caleta de Fuste funktionieren gut für den ersten Tauchgang.
  • Gran Canaria: das Meeresschutzgebiet El Cabrón bei Arinaga gehört zu den besten Tauchplätzen des Archipels.
  • Lanzarote: Playa Chica in Puerto del Carmen ist der klassische Einstiegsplatz, mit Zugang direkt vom Strand.

Auch das Klima hilft: Die Wassertemperatur liegt je nach Jahreszeit zwischen 19 und 24 Grad, mit Neoprenanzug also ganzjährig angenehm.

Die Ausrüstung

Für den ersten Tauchgang musst du nichts kaufen, die Basis stellt alles:

  • Maske: damit du unter Wasser klar siehst.
  • Flossen: für Vortrieb ohne Kraftaufwand.
  • Neoprenanzug: gegen Auskühlung und kleine Kratzer.
  • Flasche und Atemregler: deine Luftversorgung.
  • Tarierjacket: damit du weder auf- noch abtreibst.

Der Tauchlehrer erklärt dir alles, bevor du ins Wasser gehst.

Wie fühlt sich der erste Tauchgang an?

Die meisten sind zu Beginn etwas nervös, und das legt sich meist nach den ersten Atemzügen unter Wasser. Danach wird es überraschend ruhig: Du hörst nur die eigene Atmung und schwebst über vulkanischem Grund, zwischen Fischschwärmen, Höhlen und felsigen Abbrüchen. Genau diese Ruhe ist das, was viele danach am meisten überrascht.

Und wenn es dir gefällt?

Dann ist der nächste Schritt ein Zertifikat wie der PADI Open Water Diver. Der Kurs besteht aus Theorie, Übungen im flachen Wasser und begleiteten Tauchgängen im Meer und dauert meist drei bis vier Tage. Danach darfst du weltweit bis 18 Meter mit einem Partner tauchen, ohne Tauchlehrer.

Gute Gewohnheiten unter Wasser

  • Nichts anfassen: Schauen statt greifen, das ist für dich und für das Riff besser.
  • Tarierung im Griff behalten: so berührst du weder Grund noch Fels.
  • Hör auf deinen Tauchlehrer: gerade beim ersten Mal zählt jede Ansage.
  • Langsam machen: ruhig atmen und wenig bewegen spart Luft und macht alles angenehmer.

Darf man nach dem Tauchen fliegen?

Nicht sofort. Je nach Anzahl und Tiefe der Tauchgänge solltest du zwischen 12 und 24 Stunden warten, bevor du ins Flugzeug steigst. Plane den Tauchtag also nicht auf den Tag vor dem Rückflug.

Bereit für den ersten Tauchgang?

Zum ersten Mal zu tauchen wirkt nach einem großen Schritt, ist aber mit den richtigen Bedingungen und guter Begleitung schnell viel zugänglicher, als man denkt. Schau dir unsere Tauchgänge auf Teneriffa an und such dir das Erlebnis aus, das zu dir passt.

Häufige Fragen

Für einen Schnuppertauchgang reicht es, wenn du dich im Wasser wohlfühlst, denn du wirst die ganze Zeit begleitet und das Tarierjacket hält dich an der Oberfläche. Für einen Zertifikatskurs wie den Open Water musst du dagegen 200 Meter schwimmen und 10 Minuten Wasser treten können.

Durch frühzeitigen und häufigen Druckausgleich: Nase zuhalten und sanft dagegen ausatmen, schon ab dem ersten Meter und danach alle 50 Zentimeter. Wenn es weh tut, gehst du ein Stück höher und versuchst es erneut. Mit Erkältung oder verstopfter Nase solltest du gar nicht erst tauchen.

Je nach Luftverbrauch und Tiefe zwischen 30 und 60 Minuten. Bei einem Schnuppertauchgang bleibt man meist in geringer Tiefe, sodass die Luft für die geplante Zeit sicher reicht.

Nicht, wenn du die Regeln einhältst und mit einer zertifizierten Basis tauchst. Sporttauchen ist streng reguliert, auf den Kanaren arbeiten die Zentren nach den Standards von PADI oder SSI und ein Schnuppertauchgang findet in geringer Tiefe mit einem Tauchlehrer pro ein bis zwei Gästen statt.

Nein. Begegnungen sind auf den Kanaren äußerst selten und betreffen kleine, ungefährliche Arten. Deutlich wahrscheinlicher ist, dass dir Meeresschildkröten, Rochen oder ein Schwarm Barrakudas begegnen.

In Spanien liegt die Altersgrenze fürs Sporttauchen bei 8 Jahren, mit stark begrenzter Tiefe. Für den Junior Open Water Diver musst du mindestens 10 Jahre alt sein, für den vollen Open Water 15.

Nicht direkt danach. Nach einem einzelnen Tauchgang gelten mindestens 12 Stunden Wartezeit, nach mehreren Tauchgängen an einem Tag eher 18 bis 24 Stunden. Leg den Tauchtag deshalb nicht auf den Vortag deines Rückflugs.

Meist zwischen 60 und 90 Euro, inklusive Ausrüstung, Briefing, Versicherung und Begleitung durch einen Tauchlehrer. Ein kompletter Open-Water-Kurs liegt je nach Basis zwischen 350 und 450 Euro.

Facebook
Twitter
LinkedIn
Email
WhatsApp
Reddit